Jordheim

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Nordmänner, Heiden, Barbaren und Wilde.
All das schimpfte man die Männer aus dem Norden, aber wer waren sie wirklich
? Waren die Wikinger wirklich nur dumbe Gesellen in Fellen und trafen ihre nicht sehr schmeichelhaften "Spitznamen" wirklich zu? Die heutige Wissenschaft zeichnet ein anderes Bild der Kultur der Wikinger, einer Kultur von Handwerkern, Händlern, Seefahrern und auch Eroberern und Kriegern, deren Leben die Entwicklung Europas bis heute beeinflusst hat!

 
Hastings 1066
Im Jahr 1066 nChr. sollte eine Schlacht das weitere Schicksal Britannias bestimmen und die Vorherrschaft der Angelsachsen in England beenden.
Die Schlacht fand am 14. Oktober 1066 zwischen einer angelsächsischen Armee unter König Harold II. Godwinson von England und einer normannischen Streitmacht unter Herzog Wilhelm II, dem späteren Wilhelm I., dem Eroberer statt.  Wilhelm, ein Nachkomme Rollo Rolfson, dem ersten Herzog der Normandie, stellte Ansprüche auf den englischen Thron, den ihm sein Cousin König Eduard der Bekenner versprochen und auch Harold selbst zugesagt haben soll. Er focht deshalb die Wahl Harolds nach Eduards Tod an und bereitete mit dem Segen Papst Alexanders II. einen Einmarsch in England vor.
Er landetete am 28. September 1066 mit Fußsoldaten, Fernkämpfern und schwer bewaffneten Reitern in der Nähe von Hastings. Harold, der gerade in Yorkshire seinen aufständischen Bruder Tostig besiegt und getötet hatte, eilte in einem Gewaltmarsch herbei und besetzte mit seiner 7 000 Mann starken Armee eine Anhöhe, den Senlac Hill, an der Landstraße von Hastings nach London, ungefähr 10,5 Kilometer nordwestlich von Hastings. Harolds Truppen bestanden ausschließlich aus mit Speeren, Schwertern und Streitäxten bewaffneten Fußsoldaten. Der Eröffnungsangriff der Normannen konnte den Angelsachsen, die die feindlichen Pfeile mit einer geschlossenen Front ihrer Schilder abwehrten, nichts anhaben. Harolds Soldaten schlugen einen Ansturm der normannischen Reitertruppe zurück, woraufhin eine Abteilung der normannischen Fußsoldaten floh. Entgegen Harolds Befehl brachen mehrere Einheiten der angelsächsischen Armee aus ihrer Formation aus und verfolgten die fliehenden Normannen; sie wurden von nachrückenden normannischen Truppen umzingelt und vernichtet. Wilhelm nutzte die mangelnde Disziplin der angelsächsischen Soldaten aus, befahl einen Scheinrückzug und konnte so einen weiteren Teil der angelsächsischen Truppen schlagen. Entscheidend geschwächt und vor allem auch durch die tödliche Verwundung Harolds demoralisiert, mussten die Angelsachsen ihre Stellung am Kamm des Senlac Hill aufgeben. Nur wenige Angelsachsen überlebten die folgenden Angriffe der normannischen Reitertruppen. Nach der Schlacht zog Wilhelm nach London, wo er sich am Weihnachtstag des Jahres 1066 zum König von England krönen ließ. Wilhelms Sieg in der Schlacht von Hastings war der Beginn der Eroberung Englands durch die Normannen.  Gleichzeitig endet hiermit das, was wir als die "Ära der Wikinger" kennen.
© 2008 Walter Ruf / www.jordheim.info